Zuletzt aktualisiert: 2. April 2026 von Michael Eberth
Karfreitag, 3. April 2026, 15 Uhr ♦ Kirche St. Anna, Fuggerstraße 8, 86150 Augsburg ♦ Johann Sebastian Bach, Markuspassion BWV 247 (in der Rekonstruktion von Alexander Grychtolik) ♦ Capella St. Anna, Orgelcontinuo Michael Eberth, Leitung Johannes Eppelein
Das Libretto von Bachs Markuspassion wurde von Christian Friedrich Henrici, genannt Picander, geschrieben und ist vollständig erhalten, die Musik gilt als verschollen. Die Uraufführung fand am Karfreitag, dem 23. März 1731 statt, wurde aber möglicherweise noch öfters, mindestens jedoch einmal am Karfreitag, dem 27. März 1744 aufgeführt. Bei diesem Werk wandte Bach das Parodieverfahren an, d.h. er arbeitete schon vorhandene Sätze um und unterlegte sie mit dem Picanderschen Text sowie mit den Worten des Markusevangeliums. Dieser Praxis des, salopp gesprochen, „Recyclings“ verdanken wir beispielsweise einen großen Teil des Weihnachtsoratorums. Für die Markuspassion griff Bach nachweislich auf vorhandene Sätze aus der Matthäuspassion, der Kantate Widerstehe doch der Sünde, BWV 54 und der Trauerode BWV 198 zurück. Zudem wurden von Alexander Grychtolik Teile aus anderen Kantaten Bachs verwendet und, damit der an vielen Stellen zwar ähnliche aber nicht übereinstimmende „Markus-Text“ passt, leicht verändert. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Experiment!
Zuletzt aktualisiert: 2. April 2026 von Michael Eberth
Markuspassion
Das Libretto von Bachs Markuspassion wurde von Christian Friedrich Henrici, genannt Picander, geschrieben und ist vollständig erhalten, die Musik gilt als verschollen. Die Uraufführung fand am Karfreitag, dem 23. März 1731 statt, wurde aber möglicherweise noch öfters, mindestens jedoch einmal am Karfreitag, dem 27. März 1744 aufgeführt. Bei diesem Werk wandte Bach das Parodieverfahren an, d.h. er arbeitete schon vorhandene Sätze um und unterlegte sie mit dem Picanderschen Text sowie mit den Worten des Markusevangeliums. Dieser Praxis des, salopp gesprochen, „Recyclings“ verdanken wir beispielsweise einen großen Teil des Weihnachtsoratorums. Für die Markuspassion griff Bach nachweislich auf vorhandene Sätze aus der Matthäuspassion, der Kantate Widerstehe doch der Sünde, BWV 54 und der Trauerode BWV 198 zurück. Zudem wurden von Alexander Grychtolik Teile aus anderen Kantaten Bachs verwendet und, damit der an vielen Stellen zwar ähnliche aber nicht übereinstimmende „Markus-Text“ passt, leicht verändert. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Experiment!
Kategorie: Uncategorized
Jacob Paix Ballo
Valente Lo ballo
Buxheimer Orgel
Mozart L Sonate
Schubert Landler
Neueste Beiträge
Archiv
Suchen