Ach, herzliebstes Bild

Sonntag, 26. Juli 2026, 19 Uhr ♦ evang. Kirche St. Jakob, Augsburg, bei der Jakobskirche 4, 86152 AugsburgAch herzliebstes Bild – Musik auf dem JakobswegMusik von Paul Hofhaimer, Thomas Stoltzer, Heinrich Schütz, Giovanni Paolo Cima, Nicolaus á Kempis, Archangelo Crotti und Johann Melchior Gletle Ursula Maria Echl, Mezzosopran; Martina Bulla, Zink; Angelika Radowitz, Tenor- und Baßdulcian; Michael Eberth, Orgel und ClavicytheriumKarten: Eintritt frei, es wird um eine angemessene Spende gebeten.

Viele Wege führen nach Santiago di Compostela, gut 2000 Kilometer sind es von Augsburg aus. Die Wege kreuzen und vereinen sich und somit kommen Pilger unterschiedlicher Nationen zusammen und gehen gemeinsam dem Ziel entgegen. Unser Programm bietet Musik, wie sie in Kirchen, Adels- und Bürgerhäusern des 16. und 17. Jahrhunderts in den Städten auf dem Weg nach Spanien erklungen sein könnte.

Programm

Paul Hofhaimer (1459 – 1537)
Ach, herzliebstes Bild
(aus Harmoniae poeticae, Nürnberg 1539)

Thomas Stoltzer (um1480 – 1526?)
In Gottes Namen fahren wir
(aus Georg Rhau, Newe Deudsche Geistliche Gesenge, Wittenberg 1544)

Heinrich Schütz (1585 – 1672)
O Herr hilf, laß wohl gelingen aus
(aus Kleine geistliche Konzerte, op. 8, Leipzig 1636)

Diego Ortiz (um 1510 – 1570)
Recercarda
(aus Trattado de Glosas, Rom 1553)

Giovanni Paolo Cima (1575 – 1630)
Surge propera á Doi soprani in Ecco
(aus Concerti ecclesiastici, Milano 1610)

Nicolaus á Kempis (1600 – 1676)
Symphonia á 2 opus 3, No.18
(aus dem Partiturbuch des Jakob Ludwig, Gotha, Ms. 1662)

Archangelo Crotti (1550 – 1606)
O Gloriosa Domina
Congratulamini
(aus Concerti ecclesiastici, Libro primo, Venezia 1608)

Johann Melchior Gletle (1626 – 1683)
Justus geminabit
(aus Expeditionis musicae classis IV, Augsburg 1677)

Arcanum

Samstag, 11. Juli 2026, 19 Uhr ♦ Goldschmiedekapelle; Kirche St. Anna, Fuggerstraße 8, 86150 Augsburg ♦ Arcanum ♦ Werke für Violoncello und Cembalo von Johann Sebastian Bach, Max Beckschäfer, Dorothea Hofmann, Wolfram Oettl und Graf von Saint Germain ♦ Edgar Borsich, Violoncello, Michael Eberth, Cembalo

Graf Saint Germain (1696 – 1784) eine schillernde Persönlichkeit voller Geheimnisse, Alchimist, Diplomat, Geiger und Komponist. Dorothea Hofmann (1961) nimmt mit „Arcanum“ zum Alchimisten und mit „Drolerien“ zu alten Buchmalereien Bezug. Max Beckschäfer (1952) „Natura morta“ (Cembalo solo). Es erklingt die Aura der gemalten Stillleben und der Tastenmusik des 18. Jahrhdts. Wolfram Oettl (1962) bewegt sich mit „Präludium und Fuge“ zwischen Barock und Rock.

Programm

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Gambensonate Nr. 2 in D-Dur, BWV 1028
2. Satz Allegro

Graf Saint Germain (1696 – 1784)
aus „Seven Solos for a Violin“
Sonata I in F-Dur
Adagio, Allegro, Andante, Allegro

Dorothea Hofmann (* 1961)
„Arcanum“ für Violoncello und Cembalo
I.   Materia Prima
II. Transmutation
III. Tanz der Elemente

Max Beckschäfer (*1952)
„Natura morta“ 5 Stücke für Cembalo
Moderato, Andante con moto, Allegro capriccioso,
Molto sostenuto, Allegretto (Variazioni sul una scala)

Dorothea Hofmann
„Drolerien“ Capriccio für Violoncello solo

Graf Saint Germain
aus „Seven Solos for a Violin“
Sonata IV in Es-Dur
Andante, Minuett I + II

Wolfram Oettl (*1962)
Präludium und Fuge für Violoncello und Cembalo

Italienreisen

Sonntag, 14. Juni 2026, 17:30 Uhr ♦ Rokokofestsaal im Schaezlerpalais, Maximilianstraße 46, 86150 Augsburg ♦ Musik von Johann Dowland (zum 400 Todesjahr), Giovanni Girolamo Kapsberger, Elisabetta da Gambarini, Heinrich Schütz, Johann Jakob Froberger und Georg Friedrich Händel ♦ Ausführende: Palestra Musica mit Robert Crowe, Sopran; Jane Berger, Barockvioline; Angelika Radowitz, Bassdulcian; Thomas Boysen, Theorbe, Michael Eberth, Cembalo ♦ weitere Informationen unter FAMA-Augsburg

Wer versteht die Italiensehnsucht besser als die Deutschen? Ursprünglich als Bildungsreise für Adlige, als „Grand Tour“, verpflichtend für alle, die etwas auf sich hielten, wurde die Italiensehnsucht schon lange vor Goethes Italienischer Reise zum Topos für Bildung und das Land nach und nach zum uneingeschränkten Reiseziel für Malerinnen, Bildhauer, Musikerinnen und Gelehrte. Die einen beließen es bei einer Reise, die anderen besuchten das Land mehrmals. Diejenigen, die zurückkehrten, prägten und bereicherten den Stil der Kunst ihres Heimatlandes nachhaltig.

Programm

Giovanni Battista Riccio (vor 1609 – nach 1620)
Iubilent omnes (aus Il terzo libro delle divine lodi musicali […] a una 2.3.4. stromenti, Venezia 1620)

Hans Judenkünig (um 1450 – 1526)
Wo sol ich mich hinkehren (aus Utilis compendiaria introductio, Wien 1523)

John Dowland (1563 – 1626)
Lachrimae Pavana für Laute (überliefert in vielen verschiedenen Tabulaturen)

John Dowland
Come again (aus The Firste Booke of Songes, London 1597)
In Darkness (aus A Musicall Banquet [by Robert Dowland], London 1610)

Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Ich will den Herren loben allezeit, SWV 306 (aus Anderer Theil Kleiner Geistlichen Concerten …, Dresden 1609)

Johann Jakob Froberger (1616 – 1667)
Toccata in a, FWV 112 (aus Libro Quarto, 1656)

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Lascia ch’io pianga  (aus Rinaldo, HWV 7, 1711)

Elisabetta de Gambarini (1730 – 1765)
Behold, and listen (aus Op. 2 Lessons for the Harpsichord, intermix’d with Italian and English Songs, 1748)

Nicola Matteis (um 1652 – um 1703/1713)
Fantasia – Un poco di maniera Italiana – Aria Ridicola – Aria – Prestissimo
(aus Ayrs for the Violin – The Second and The Third Part, ca. 1676/ca. 1685)

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Ombra mai fu (aus Serse, HWV 40, 1738)

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Alleluia in d-Moll (HWV 272)

Nicolaus à Kempis (1600 – 1676)
Symphonia à 2, op.3/18 für Violine, Baßdulcian und Basso continuo

Henry Carey (um 1688 – 1743)
I go to the Elysian Shade: A Mad Song (aus Cantatas for A Voice with Accompanyment …The Words & Musick by Henry Carey, London 1724)

Giovanni Girolamo Kapsberger (1580 – 1651)
Toccata Arpeggiata (aus Libro primo d’Intavolatura di Chitarone, Venezia, 1604)

Claudia Francesca Rusca (1593 – 1676)
Jubilate Deo omnis terra (aus Sacri Concerti, Milano 1630)

Tabulatur statt Partitur

Freitag 29. Mai 2026, 15:30 Uhr ♦ Marktkirche 84405 Dorfen ♦ Orgelsymposium Dorfen 2016 ♦ Tabulatur statt Partitur – Aufführungsmöglichkeiten von intabulierter Vokal- und Instrumentalmusik aus l’Intavolatura d’organo tedescha della Biblioteca Nazionale di Torino ♦ Vortrag mit Musikbeispielen ♦ mehr Informationen unter: https://www.caecilienverein-dorfen.de/programm

Neben der Notation von mehrstimmiger Musik in Stimmbüchern und Partituren kennen wir bereits seit dem 14. Jahrhundert eine Vielzahl verschiedener Tabulaturen: Orgeltabulaturen, Lautentabulaturen, Tabulaturen für Harfe, für Violine, Viola da Gamba und sogar für Flöten zeigen Möglichkeiten, Musik mit Tonbuchstaben oder Ziffern, anstatt mit Noten zu verschriftlichen. Waren die Orgeltabulaturen tatsächlich nur für Orgeln bzw. Tasteninstrumente allein gedacht, oder konnte man die in ihnen überlieferte Musik auch in Verbindung mit Singstimmen und Melodieinstrumenten aufführen? Immerhin stellen Madrigale und Motetten einen großen Anteil des Repertoires von Tabulaturen dar. Im Titel einiger Quellen sind Hinweise wie per sonare ogni sorte de stromenti oder Auff Orgeln und allen andern Musicalischen Instrumenten zu finden. Andere wiederum zeigen textierte Stimmen und lassen so die Mitwirkung von Sängern vermuten. Wie sind die Hinweise zu interpretieren und wie sieht das in der Praxis bei der umfangreichen und vielgestaltigen Turiner Tabulatur aus? In ihr fehlen Andeutungen jeglicher Art. Dennoch wäre es sinnvoll über ein Heranziehen von Singstimmen und Melodieinstrumenten nachzudenken, zumal zahlreiche Übertragungen durch ihre Struktur ehr Generalbassaussetzungen ähneln, denn solistisch gedachten Intavolierungen.

© Michael Eberth

 

Arcanum

Sonntag. 17. Mai 2026, 18 Uhr ♦ Lübeck St. Jürgen-Kapelle, Ratzeburger Allee 23 · 23562 LübeckArcanum ♦ Werke für Violoncello und Orgel von Georg Friedrich Kauffmann, Carl Philipp Emanuel Bach, Dorothea Hofmann, Wolfram Oettl und Graf von Saint Germain ♦ Edgar Borsich, Violoncello, Michael Eberth, Orgel

Graf Saint Germain (1696 – 1784) eine schillernde Persönlichkeit voller Geheimnisse, Alchimist, Diplomat, Geiger und Komponist. Dorothea Hofmann (1961) nimmt Bezug zum Alchimisten, „Arcanum“ und zu alten Buchmalereien, „Drolerien“, (Cello solo). Wolfram Oettl (1962) bewegt sich mit „Präludium und Fuge“ zwischen Barock und Rock.

Programm

Georg Friedrich Kauffmann (1679 – 1735)
Fantasie in G-Dur für Orgel

Graf Saint Germain (1696 -1784)
Sonata I F-Dur für Violoncello und B.c.
Adagio-Allegro-Andante-Allegro

Dorothea Hofmann (1961)
„Arcanum“ – Sonate für Violoncello und Orgel (2019)
Materia Prima – Transmutation – Tanz der Elemente

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Sonate in a-Moll Wq. 70/4, H 85
Allegro assai – Adagio – Allegro

Dorothea Hofmann
„Drolerien“
Capriccio für Violoncello solo

Wolfram Oettl (1962)
„Präludium und Fuge“ für Violoncello und Orgel (2019)