Abgesagt! Samstag, 28.März 2020, 19:30 Uhr ♦ Augsburg, Felicitas-Saal ♦ In Lectulo per noctes – Geistliche Konzerte von Heinrich Schütz, Alessandro Grandi, Anna Maria Fogliani, Johann Martin Caesar u. a. ♦ Robert Crowe – Sopran, Andreas Pehl – Alt; Ensemble Dulcisonantes (Markus Bartholomé und Wolfgang Zahn – Tenordulcian, Angelika Radowitz – Bassdulcian und Leitung), Michael Eberth – Orgel ♦ weitere Info hier
Programm:
Anonymus (17.Jh.)
Tota pulchra es amica mea (für 3 Dulciane)
Francesco Cavalli (1602 – 1672)
O quam suavis (für Altus und Basso continuo)
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594)
Pulchra es, amica mea (für Blockflöte, Tenordulcian, Bassdulcian und Orgel)
Johann Martin Caesar (ca. 1590 – 1667)
Cantate Domino (für Blockflöte, Sopran, Alt, Tenordulcian und Orgel)
(aus Musicale Melodie, München 1621, den Brüdern Georg, Hieronymus, Maximilian und Hans Fugger gewidmet)
Anna Maria Fogliani (1583 – 1663)
Veni in hortum meum (für Sopran und Altus und Basso continuo)
Anonymus (17. Jhdt.)
A Divine Song on the Passion of our SAVIOUR (für Sopran und Basso continuo)
(aus Harmonia Sacra II, von John Playford, 1693)
Heinrich Scheidemann (1596 – 1663)
Praeambulum in d für Orgel
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
In lectulo per noctes SWV 272 (für Sopran, Alt, 3 Dulciane und Orgel)
(aus Symphoniae sacrae I, op.6, Venedig, 1629)
PAUSE
John Church (1674 – 1741)
A divine Hymn (für Sopran und Basso continuo)
(aus Harmonia Sacra II, von John Playford, 1703)
Giovanni Gabrieli (1555 – 1612)
Alleluia, quando iam emersit a. 6.voci (für Orgel)
(aus der Turiner Tabulatur, Augsburg? um 1637)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Was hast Du verwirket (für Altus und Basso continuo)
Dario Castello (17. Jhdt.)
Sonata seconda (für Blockflöte und Basso continuo)
Anna Maria Fogliani (1583 – 1663)
Surge amica mea (für Canto e Alto und Basso continuo)
Johann Martin Caesar (ca. 1590 – 1667)
Gabriel Angelus (für Sopran, Alt, zwei Tenordulciane, Bassdulcian und Orgel)
(aus Musicale Melodie, München 1621, den Brüdern Georg, Hieronymus, Maximilian und Hans Fugger gewidmet)
Anonymus (um 1630)
Toccata Octaui toni (für Orgel)
(aus der Turiner Tabulatur, Augsburg? um 1637)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Invenerunt me custodes civitatis SWV 273 (für Sopran, Alt, 3 Dulciane und Orgel)
(aus Symphoniae sacrae I, op.6, Venedig, 1629)
Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2021 von Michael Eberth
In Lectulo per noctes [Das Konzert ist abgesagt!!]
Programm:
Anonymus (17.Jh.)
Tota pulchra es amica mea (für 3 Dulciane)
Francesco Cavalli (1602 – 1672)
O quam suavis (für Altus und Basso continuo)
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594)
Pulchra es, amica mea (für Blockflöte, Tenordulcian, Bassdulcian und Orgel)
Johann Martin Caesar (ca. 1590 – 1667)
Cantate Domino (für Blockflöte, Sopran, Alt, Tenordulcian und Orgel)
(aus Musicale Melodie, München 1621, den Brüdern Georg, Hieronymus, Maximilian und Hans Fugger gewidmet)
Anna Maria Fogliani (1583 – 1663)
Veni in hortum meum (für Sopran und Altus und Basso continuo)
Anonymus (17. Jhdt.)
A Divine Song on the Passion of our SAVIOUR (für Sopran und Basso continuo)
(aus Harmonia Sacra II, von John Playford, 1693)
Heinrich Scheidemann (1596 – 1663)
Praeambulum in d für Orgel
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
In lectulo per noctes SWV 272 (für Sopran, Alt, 3 Dulciane und Orgel)
(aus Symphoniae sacrae I, op.6, Venedig, 1629)
PAUSE
John Church (1674 – 1741)
A divine Hymn (für Sopran und Basso continuo)
(aus Harmonia Sacra II, von John Playford, 1703)
Giovanni Gabrieli (1555 – 1612)
Alleluia, quando iam emersit a. 6.voci (für Orgel)
(aus der Turiner Tabulatur, Augsburg? um 1637)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Was hast Du verwirket (für Altus und Basso continuo)
Dario Castello (17. Jhdt.)
Sonata seconda (für Blockflöte und Basso continuo)
Anna Maria Fogliani (1583 – 1663)
Surge amica mea (für Canto e Alto und Basso continuo)
Johann Martin Caesar (ca. 1590 – 1667)
Gabriel Angelus (für Sopran, Alt, zwei Tenordulciane, Bassdulcian und Orgel)
(aus Musicale Melodie, München 1621, den Brüdern Georg, Hieronymus, Maximilian und Hans Fugger gewidmet)
Anonymus (um 1630)
Toccata Octaui toni (für Orgel)
(aus der Turiner Tabulatur, Augsburg? um 1637)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Invenerunt me custodes civitatis SWV 273 (für Sopran, Alt, 3 Dulciane und Orgel)
(aus Symphoniae sacrae I, op.6, Venedig, 1629)
Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2021 von Michael Eberth
Lamentationen des Propheten Jeremia
In den Klageliedern, einem Buch des alten Testaments beweint der Prophet Jeremia die Zerstörung der Stadt Jerusalem und des Tempels (586 v. Chr.) durch die Soldaten des Nebukadnezar, des Königs von Babel. Die Klagelieder bestehen aus 5 Büchern: 4 Lamentationen und einem Oratio-Gebet. Die ersten drei gehören seit dem frühen Mittelalter zur Liturgie der Karwoche, in der die Zerstörung Jerusalems als Sinnbild für das Leiden Christi beklagt wird. Die Klagen Jeremias haben mit ihrer direkten und hochemotionalen Sprache viele Komponisten der Renaissance und des Barock zu Vertonungen inspiriert. Die Texte der Klagelieder wurden im Versmaß der hebräischen Totenklage Qinot (קינינות) verfasst, die ersten vier als Akrostichon, einer Form, bei der die ersten Buchstaben der Strophen dem Verlauf des Alphabets entsprechen. Dieses Akrostichon ist ein Ausdruck der grenzenlosen allumfassenden Trauer, vergleichbar mit dem deutschen „von A bis Z“. Außerdem hatte diese Alphabetisierung der Versanfänge möglicherweise die Funktion der Gedächtnishilfe. Bei der Übertragung ins Lateinische sind die originalen Versformen verloren gegangen, die Lettern (Aleph, Beth, Gymel, etc…) aber erhalten geblieben. Diese wurden von den Komponisten immer mitvertont, und oft in mellismatischer Form, als eine Art ausgeschriebene Verzierung.
Die Rezitation der Lesungen wird mit den lateinischen Incipites: „De Lamentatione Jeremiae Prophetae“ = „Von der Wehklage des Propheten Jeremia“ oder „Incipit Oratio Jeremiae Prophetae“ =„Es beginnt die Rede des Propheten Jeremia“ eingeleitet und endet jeweils mit: „Jerusalem, Jerusalem, convertere ad Dominum Deum tuum“ = „Jerusalem, Jerusalem, wende dich zu deinem Herrn und Gott“. Die Vertonungen der Lamenationen (Leçons de ténèbres oder Lezioni) waren im 17. und 18. Jahrhundert außerordentlich beliebt und wurden oft auch außerhalb der Passionszeit und des kirchlichen Rahmens konzertant aufgeführt. Die Lamentationen, die heute zu hören sind, enstanden in Antwerpen 1732, wo J. H. Fiocco als Violinist und Chorleiter an der Kathedrale Unserer Lieben Frau 1732- 1737 wirkte.
Eine Besonderheit ist die Besetzung: zu der für monodische Lamentationen üblichen Continuobegleitung fügt der Komponist zwei konzertierende Celli hinzu. Wobei die erste Lamenation für Sopran, 2 Celli und Basso continuo komponiert ist, die zweite für Sopran, ein Cello und B.c., und die dritte wird lediglich vom Continuo begleitet. Diese Reduzierung der Besetzung ergibt den vom Komponisten gewollten Effekt und ist ein Hinweis dafür, dass eine Aufführung der drei Stücke nacheinander en bloc vom Komponisten erwünscht ist.
Die in der von uns verwendeten Ausgabe der Fiocco – Lamentationen und in unserem Programmheft abgedruckte deutsche Übersetzung entstammt der Augsburger Bibelausgabe von 1746. Die lateinisch – deutsche Ausgabe wurde vom Wessobrunner Benediktiner Thomas Aquinus Erhard (1675 – 1743) editiert und mehrfach herausgegeben. Die Übersetzung der Klagelieder fasziniert durch ihre direkte und unverblümte Sprache, die mit ihrer starken Ausdruckskraft ein Beispiel hochstehender barocker Dichtung darstellt.
(Text: Michail Uryvaev; Quellen: J. H. Fiocco Lamentationen, herausgegeben von Prof. Dr. Rudolf Ewerhart in Edmund Bieler Verlag Köln, 1962;
„De lamentatione Jeremiae Prophetae Aspekte zur Entwicklung und Verbreitung der Lamentation im 18. Jahrhundert“ von Dr. Heike Blumenberg, UdK Berlin 2008;
Wikipedia (u.a.)
Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2021 von Michael Eberth
FUGGER KONZERTE
das aktuelle Programm gibt es hier
Das Forum für Alte Musik startet gemeinsam mit dem Hause Fugger ab 6. März 2020 die neue Konzertreihe FUGGER KONZERTE und setzt damit moderne Akzente in der Augsburger Musikszene. Neben Konzerten in ihrer ganzen musikalischen Bandbreite vom Mittelalter über die Renaissance und den Barock bis hin zur Frühromantik setzt das neue Label „Alte Musik plus“ weitere neue Highlights: Alte Musik wird in einen neuen Kontext gesetzt – von Jazz, Tango über Tanz, Prosa und Dichtung bis hin zu aktueller Musik, Schauspiel und Kulinarik.
Mit Unterstützung der Stadt Augsburg vertreten durch Kulturreferent Thomas Weitzel und unter der Schirmherrschaft von Theresia Gräfin Fugger v. Glött, Mitglied im Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Familienseniorat, übernimmt das Forum für Alte Musik Augsburg e.V. die musikalische Konzertreihe des Regio Augsburg Tourismusverbands. Die Reihe wird von weiteren Förderern wie den Kunstsammlungen und Museen Augsburg sowie der SWA als Sponsor und Augsburger Allgemeinen als Medienpartner unterstützt.
Das neue Programm FUGGER KONZERTE 2020 wurde am 5. Februar 2020 um 11 Uhr
in den Senioratsräumen der Fuggerschen Stiftungen vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der Medien waren herzlich zum Pressegespräch eingeladen.
Es sprachen:
Iris Lichtinger und Professor Michael Eberth (Forum für Alte Musik e.V.), Theresia Gräfin Fugger v. Glött und Astrid Gabler (Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungen), Kulturreferent Thomas Weitzel (Stadt Augsburg, Kulturreferat)
Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2022 von Michael Eberth
Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2020
Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2022 von Michael Eberth
Weihnachten im barocken Europa
Ensemble FAMA
Sabine Lutzenberger | Mezzosopran
Iris Lichtinger | Blockflöte
Jane Berger | Barockvioline
Mirjam Sendtner | Barockvioline
Angelika Radowitz | Oboe da caccia
Wolfram Oettl | Cembalo
Michael Eberth | Orgel
Programm:
St. Gallen
Gaudete in Dominum
Introitus im ersten Ton zum 3. Advents-Sonntag
Zerbst
Johann Friedrich Fasch (1688-1758)
Concerto für Blockflöte, 2 Violinen, Oboe da Caccia und Basso continuo
Bergamo/Warschau/Cremona
Tarquinio Merula (1594/95 – 1665)
Canzonetta Spirituale sopra alla nanna
Stockholm
Johann Helmich Roman (1694-1758)
Aus der Sonate IV, D-Dur für Cembalo
Lento – Allegro Carillon
Napoli
Alessandro Scarlatti (1660- 1725)
O, di Betlemme altera povertà venturosa
Cantata pastorale per la nascita di Nostro Signore
Für Sopran, Basso continuo und Instrumente
– Introduizione, Allegro – Recitativo – Aria, Andante – Recitativo – Aria, Andante – Recitativo – Pastorale
Salzburg/Wien
Wolfgang Amadé Mozart (1756 – 1791)
Kirchensonate in C, KV 336
für Orgel, 2 Violinen und Bass
Dresden
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Sonate für Oboe da Caccia und Basso continuo op. 1/11
Larghetto – Allegro – Siciliana – Allegro
London
Johann Baston (fl. 1711-1733)
Concerto VI in D für Blockflöte, 2 Violinen und Bc
Berlin
Johann Crüger (1598 – 1662)
Gelobet seist Du, Jesu Christ
Im finstern Stall, o Wunder groß
(aus „Geistliche Kirchenmelodien“, 1649)
Jacob Paix Ballo
Valente Lo ballo
Buxheimer Orgel
Mozart L Sonate
Schubert Landler
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