Georg Philipp Telemann – Moralische Kantaten

TelemannSonntag, 11. Oktober 2015, 11:00 Uhr im Gartenpalais der Familie Schaezler, Augsburg, Schaezlerstraße 9 ♦ sechs Moralischen Kantaten von Georg Philipp Telemann für Singstimme und Basso continuo ♦ Susanne Simenec, Sopran, Michail Uryvaev, Barockcello; Michael Eberth, Cembalo

Georg Philipp Telemann veröffentlichte die sechs Moralischen Kantaten in den Jahren 1735/36 in Hamburg im Eigenverlag. Der Schreiber der Texte war Daniel Stoppe (1697 – 1747), ein Privat- und Gymnasiallehrer der als Gelegenheitsdichter diese Kantatentexte in der Sammlung „Der Parnasz im Sättler, Oder, Schertz- und Ernsthafte Gedichte“ (1735) veröffentlichte.

In der Schaezlerstr. 9 befindet sich ein architektonisches Kleinod, das Gartenpalais der Familie Schaezler, nicht zu verwechseln mit dem Schaezlerpalais in der Maximilianstraße. Das Gartenpalais wurde 1764 im Stil des Rokoko erbaut und 1813 vom Hofbankier Lorenz von Schaezler gekauft. Um das Palais, das von der Familie Schaezler als Sommerhaus genutzt wurde, erstreckte sich damals ein prächtiger Garten, der mehrere Hektar groß war. Im Palais befindet sich ein wunderschöner Rokokosaal, der seit einiger Zeit auch als Konzertsaal für Kammermusik genutzt wird.

5. Geburtstag der Rohlf-Orgel

orgel_olchingSonntag, 27. September 2015, 13:00, 15:00 und 17:00 Uhr ♦ Eintritt: frei ♦ Johanneskirche, Wolfstr. 11, Olching ♦ Musik von Hildegard von Bingen, Oswald von Wolkenstein, Conrad Paumann, Guillaume Dufay, Gilles Binchois, Marcantonio Cavazzoni, Aurelio Virgiliano, Maurizio Cazzati, Biagio Marini, Giovanni Maria Trabaci, Claudio Monteverdi, Jacob van Eyck, Jan Pieterszoon Sweelinck, Michael Praetorius, Hieronymus Praetorius und José Ximénez ♦ Ausführende: Sabine Lutzenberger, Sopran und Glocken; Malin Eiband, Sopran; Michael Schopper, Bass; Tatiana Flickinger, Blockflöte; Baprtiste Romain, Fidel; Michael Eberth, Orgel

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Olching lädt aus Anlass des fünften Geburtstages ihrer Rohlf-Orgel zu einem Musikfest am Sonntag, 27. September 2015 in die Olchinger Johanneskirche in der Wolfstraße 11 ein.

Drei Konzerte, jeweils um 13, 15 und 17 Uhr, mit dazwischenliegenden Pausen von jeweils einer Stunde, spannen einen musikalischen Bogen von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock.
Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Deckung der Kosten dieses Festivals wird gebeten.

O Más Que Venus

Layout 1Samstag, 26. September 2015, 20:00 Uhr ♦ Eintritt: € 17,00 ermäßigt € 14,00 ♦ Fugger und Welser Erlebnismuseum, Augsburg ♦ Musik der Kolonialmacht Spanien im 16. und 17. Jahrhundert ♦ Ausführende: Iris Lichtinger: Renaissance- und Barockblockflöten; Axel Wolf: Vihuela, Barockgitarre und Theorbe

Tientos der Vihuelisten Luís de Milan oder Alonso Mudarra, Recercadas  aus dem „Tratado de Glosas“ von Diego Ortiz, aber auch Musik aus den spanischen Kolonien in Südamerika wird an diesem Abend  zu hören sein.

Spanische Sprache und Kultur waren im 17. Jahrhundert überall auf dem Globus anzutreffen. Auch der Königshof Neapel stand lange Zeit unter dem Einfluss der spanischen Herrschaft und Kultur. Spanische Tänze wie Ciacona, Sarabanda, Passacalle und andere wurden von italienischen Komponisten  wie Andrea Falconieri  enthusiastisch aufgegriffen und erweitert. Titelgebend für das Programm ist eine ergreifende Liebeserklärung eines anonymen spanischen Komponisten, die sich heute in der Bibliotheca Vittorio Emmanuele II in Rom befindet.

Tickets und Info bei der Tourist-Information am Rathausplatz 1 und unter 0821/5 02 07-0. Ein Konzert in der Reihe „Die Fugger und die Musik“ der Regio Augsburg Tourismus GmbH in Kooperation mit dem Forum Alte Musik Augsburg e.V. (anlässlich des ersten Jahrestags der Eröffnung des Fugger und Welser Erlebnismuseums.

Mein Weg hat Gipfel und Wellentäler

conradpaumannSamstag, 27. Juni 2015, 20:00 Uhr ♦ Basilika St. Ulrich & Afra, Ulrichsplatz 19, 86150 Augsburg ♦ “Mein Weg hat Gipfel und Wellentäler”, Conrad Paumann 600. und Arvo Pärt 80. Geburtstag, Erik Satie 90. Todestag ♦ Werke für Tasteninstrumente und Vokalsätze vom 15. bis zum 20. Jahrhundert

Ausführende: Peter Bader, Orgel; Michael Eberth, Orgel und Clavicytherium; Gerhard Hölzle, Tenor; Rainer Seifert, Tenor; Hans Ganser, Bass; Bernhard Kosche, Basso profondo

Drei Komponisten, drei Epochen, verbindend: Die Musik des Mittelalter

Conrad Paumann wurde vor 600 Jahren geboren. Er war der überragende Orgelspieler, -lehrer und -komponist seiner Zeit: Dieser „Meyster ob allen meystern“ wie er von Zeitgenossen genannt wurde,  legte ohne Zweifel den Grundstein für die reiche Entwicklung der Orgelmusik in Deutschland, die – wenn man so will – in Johann Sebastian Bach kulminiert.

Der estnische Komponist  Arvo Pärt, der „moderne Mystiker“, feiert 2015 seinen 80. Geburtstag. Seine Beschäftigung mit Gregorianischem Choral und mittelalterlicher Musik führte zu einem vollständigen Überdenken seines ursprünglichen Stils. Als Ergebnis dieser Hinwendung zur „Alten Musik“ entstand der von Pärt so genannte Tintinabuli-Stil (lat. tintinabuli = kleine Glocken), der fortan seine meditative Musik prägte.

Erik Satie,  „ein sanfter mittelalterlicher Musiker, verirrt in diesem Zeitalter zum Vergnügen seines guten Freundes Claude Debussy“ (Debussy), beschäftigte sich in seiner frühen kompositorischen Phase intensiv mit dem Mittelalter. Zu seinen frühen Kompositionen gehören dann auch vier Kompositionen mit dem Titel „Ogives“ („gotische Spitzbögen“), die neben Skizzen mittelalterlicher Architektur und Notierungen gregorianischer Stücke sowie Aufzeichnungen in mittelalterlicher Notenschrift von seinem Interesse an früher Musik zeugen.

Die Basilika von St. Ulrich & Afra bietet mit ihrer spätgotischen Architektur und ihren drei Orgeln einen würdigen und auch akustisch idealen Raum für die Musik von Paumann, Pärt und Satie.

Karten zu 15,00 €, ermäßigt 10,00 € an der Abendkasse

Wir freuen uns auf Ihr Kommen – Anmeldung möglich unter sekretariat@susb-augsburg.de | Forum Alte Musik Augsburg e.V. | www.fama-web.de

La Foccarina

FAMA_langplakat_210x594_Foccarina.qxp_Layout 1Sonntag, 17. Mai 2015, 17:00 Uhr ♦ Maximilianmuseum, Felicitassaal, Augsburg ♦ Ausführende: Ensemble Palestra Musica 1600, Martina Bulla, Cornetto; Jane Berger, Barockvioline; Andreas Pilger, Cornetto und Barockvioline; Angelika Radowitz, Bassdulcian; Michael Eberth, Orgel und Cembalo

mit der Canzona „La Foccarina“ aus der Sammlung „Musicali melodie per voci et instrumenti“ (München 1621), pflegte auch der Komponist Giovanni M. Cesare, wie viele seiner süddeutschen und italienischen Kollegen, den Kontakt zum Hause Fugger in Augsburg, dem Schmelztiegel beider Kulturen. Werke für zwei Violinen, Cornetto, Dulcian und Orgel von Gabrieli, Marini, Fontana, Staden und Cesare suggerieren, mit zauberhaften Echoeffekten, dem Hörer den Eindruck venezianischer Mehrchörigkeit.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen – Anmeldung möglich unter sekretariat@susb-augsburg.de | Forum Alte Musik Augsburg e.V. | www.fama-web.de