Samstag, 5. April 2025, ab 18 Uhr ♦ Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstraße 12
Die Hochschule für Musik und Theater München besitzt seit einigen Jahren zwei hinreißende Orgeln, auf denen sich italienische Musik des 16. und 17. bzw. deutsche Musik des 17. und 18. Jahrhunderts in idealer Weise darstellen lassen. Das Instrument von Marco Fratti ist im Stil der Renaissance- und Frühbarockorgeln der norditalienischen Orgelbauerfamilie Antegnati gebaut, ist mitteltönig gestimmt und besitzt eine Klaviatur mit kurzer gebrochener Oktave sowie Subsemitonien für dis/es und gis/as. Sie bezaubert durch ihre transparent-filigrane Strahlkraft und macht geradezu süchtig. Neben süddeutschen, italienischen und spanischen Orgelstücken erklingt, passend zur Passionszeit, ein hochexpressives Stabat Mater des römischen Komponisten Giovanni Felice Sances mit der Sängerin Johanna Schumertl.
Die „Bach-Orgel“ von Rowan West besitzt zwei Manuale und Pedal, ist im Chorton (a=466 Hz) gestimmt und mit einer wohltemperierten Stimmung versehen. Der Klang hat „Biß“ und Kantabilität gleichermaßen. Somit lassen sich auch frühere Werke, etwa aus dem norddeutschen Repertoire – z.B. vom Organisten an der Catharinenkirche in Hamburg, Heinrich Scheidemann – sehr gut darstellen. Die bizzaren Stücke über „Daß Vatter unser“ des in Schwäbisch Hall gebürtigen und in Lindau und Stuttgart wirkenden Organisten werden gemäß der Anweisungen Steigleders zum Teil unter Mitwirkung einer Sopranstimme, einer Tenorstimme, einer Barockvioline und eines Bassdulcians aufgeführt.
Programm auf der Orgel von Marco Fratti (2024) um 18:30 Uhr in Raum A24:
Christian Erbach (1570 – 1635)
Toccata terti toni
(aus l’Intavolatura d’organo tedescha della Biblioteca Nazionale di Torino, um 1635)
Giovanni Maria Trabaci (1575 – 1647)
Durezze e ligature
(aus Ricercate, Canzone Franzese, Capricci …, Libro primo, Napoli 1603)
Giovanni Felice Sances (vor 1600 – 1679)
Il pianto della Madonna (Stabat Mater)
(aus Motetti a Voce sola, Venezia 1638)
Francisco Correa de Arauxo (ca.1583 – 1654)
Tiento de medio registro de tiple de segundo tono (Nr. 58)
(aus Facultad Organica, Alcalà 1626)
Johanna Schumertl, Sopran
Michael Eberth, Orgel
Programm auf der Orgel von Rowan West (2019) um 19:30 Uhr in Raum A14:
Heinrich Scheidemann (1596 – 1663)
Magnificat ottavi toni (4 Verse alternatim mit Gregorianik)
Johann Ulrich Steigleder (1593 – 1635)
Vater unser im Himmelreich
Coral im Discant (4) – Coral im Tenor (5) – Coral im Baß (6) – 3.Vocum Coral im Disacnt Colleriert (28) – 3.Voc. Coral im Tenor (11) – 3.Voc. Coral im Discant (30) – 3.Vocum Fuga (29) – 4.Voc. Discant und Tenor (35) – Coral im Discant (7)
(aus Tabulatur Buch Darinnen Daß Vatter unser auff 2. 3 und 4 Stimmen Componirt …, 1627)
Johanna Schumertl, Sopran
Vittorio Vanini, Tenor
Valeriia Kustitska, Barockvioline
Angelika Radowitz, Bassdulcian
Michael Eberth, Orgel
Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2026 von Michael Eberth
Orgelnacht
Die Hochschule für Musik und Theater München besitzt seit einigen Jahren zwei hinreißende Orgeln, auf denen sich italienische Musik des 16. und 17. bzw. deutsche Musik des 17. und 18. Jahrhunderts in idealer Weise darstellen lassen. Das Instrument von Marco Fratti ist im Stil der Renaissance- und Frühbarockorgeln der norditalienischen Orgelbauerfamilie Antegnati gebaut, ist mitteltönig gestimmt und besitzt eine Klaviatur mit kurzer gebrochener Oktave sowie Subsemitonien für dis/es und gis/as. Sie bezaubert durch ihre transparent-filigrane Strahlkraft und macht geradezu süchtig. Neben süddeutschen, italienischen und spanischen Orgelstücken erklingt, passend zur Passionszeit, ein hochexpressives Stabat Mater des römischen Komponisten Giovanni Felice Sances mit der Sängerin Johanna Schumertl.
Die „Bach-Orgel“ von Rowan West besitzt zwei Manuale und Pedal, ist im Chorton (a=466 Hz) gestimmt und mit einer wohltemperierten Stimmung versehen. Der Klang hat „Biß“ und Kantabilität gleichermaßen. Somit lassen sich auch frühere Werke, etwa aus dem norddeutschen Repertoire – z.B. vom Organisten an der Catharinenkirche in Hamburg, Heinrich Scheidemann – sehr gut darstellen. Die bizzaren Stücke über „Daß Vatter unser“ des in Schwäbisch Hall gebürtigen und in Lindau und Stuttgart wirkenden Organisten werden gemäß der Anweisungen Steigleders zum Teil unter Mitwirkung einer Sopranstimme, einer Tenorstimme, einer Barockvioline und eines Bassdulcians aufgeführt.
Programm auf der Orgel von Marco Fratti (2024) um 18:30 Uhr in Raum A24:
Christian Erbach (1570 – 1635)
Toccata terti toni
(aus l’Intavolatura d’organo tedescha della Biblioteca Nazionale di Torino, um 1635)
Giovanni Maria Trabaci (1575 – 1647)
Durezze e ligature
(aus Ricercate, Canzone Franzese, Capricci …, Libro primo, Napoli 1603)
Giovanni Felice Sances (vor 1600 – 1679)
Il pianto della Madonna (Stabat Mater)
(aus Motetti a Voce sola, Venezia 1638)
Francisco Correa de Arauxo (ca.1583 – 1654)
Tiento de medio registro de tiple de segundo tono (Nr. 58)
(aus Facultad Organica, Alcalà 1626)
Johanna Schumertl, Sopran
Michael Eberth, Orgel
Programm auf der Orgel von Rowan West (2019) um 19:30 Uhr in Raum A14:
Heinrich Scheidemann (1596 – 1663)
Magnificat ottavi toni (4 Verse alternatim mit Gregorianik)
Johann Ulrich Steigleder (1593 – 1635)
Vater unser im Himmelreich
Coral im Discant (4) – Coral im Tenor (5) – Coral im Baß (6) – 3.Vocum Coral im Disacnt Colleriert (28) – 3.Voc. Coral im Tenor (11) – 3.Voc. Coral im Discant (30) – 3.Vocum Fuga (29) – 4.Voc. Discant und Tenor (35) – Coral im Discant (7)
(aus Tabulatur Buch Darinnen Daß Vatter unser auff 2. 3 und 4 Stimmen Componirt …, 1627)
Johanna Schumertl, Sopran
Vittorio Vanini, Tenor
Valeriia Kustitska, Barockvioline
Angelika Radowitz, Bassdulcian
Michael Eberth, Orgel
Zuletzt aktualisiert: 4. April 2025 von Michael Eberth
Mein Lieb, wie schöne bist doch du
Caspar Kittel (1603-1639) ist ein heute nur selten gehörter Komponist des Barockzeitalters. Als Schüler von Heinrich Schütz wurde er in die Dresdner Hofkapelle aufgenommen und zum Studium nach Venedig geschickt. Als Theorbist und fürstlicher Kammersänger kehrte er an den Dresdner Hof zurück und vertrat ab 1638 Heinrich Schütz in der Leitung der Hofkapelle. Seine ein- bis vierstimmigen Arien und Kantaten erschienen 1638. Sie gehören zu den frühen Zeugnissen des stile nuovo, also des modernen, monodischen Stils, den Kittel aus Italien nach Dresden mitbrachte und prägten wesentlich die Entwicklung der geistlichen und weltlichen Kantate in Deutschland.
Programm
Caspar Kittel (1603-1639)
Aria XXIII. Oime Amor, wie schnell. à 4
Aria I. Mein Lieb, wie schöne bist doch du. Canto solo
Matthias Weckmann (1621-1674)
Toccata in C
Johann (Giovanni) Nauwach (1595-1630)
Aria XVI Kompt, laßt uns ausspazieren. à3 (Teutscher Villanellen, erster Theil, 1627)
Caspar Kittel
Aria V. Kombt, laßt uns ausspazieren. Basso solo. Sopra l’Aria di Ruggiero
Aria III. Coridon der gieng betrübet. Alto solo
Aria XVII. Als ich nechst war ausspazieret. à3 Due Tenori & Basso
Aria IV. Wie schöne Füß und auch wie schöne Schuh. Tenore Solo
Biagio Marini (1594-1663)
Romanesca (1629)
Aria VI. Gleich wie zur Sommerzeit. Sopra la Romanesca. à 2 Soprani
Caspar Kittel
Aria XVIII. Allhier in dieser wüsten Heid‘. à3. Canto, Tenore & Basso
Aria XI. Ietz-und kömbt die Nacht herbei. Sopra l’Aria di Ruggiero. à 2 Tenori
Johann (Giovanni) Nauwach
Amarilli mia bella (Libro primo di Arie passeggiate a una voce, Brescia, 1623)
Caspar Kittel
Aria XXII. Geht, meine Seufzen, hin. à4.
Aria XII. Geht, meine Seufzer, hin. à2
Zuletzt aktualisiert: 12. März 2025 von Michael Eberth
Händels London
Das Programm steht unter dem Titel Händels London und beleuchtet die überaus reichhaltige Musikszene im London des beginnenden 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit gab es eine ganze Reihe durchaus erfolgreicher Komponisten, aber als beherrschende Figur blieb Georg Friedrich Händel im Gedächtnis der nachfolgenden Generationen haften. In unserem Konzert richten wir den Spot auch auf die Vergessenen im Schatten Händels: Wir hören Musik von Henry Carey, dem Dichter und Komponist von „God Save the King“, von Johann Ernest Gaillard, ein ursprünglich wie Händel aus Deutschland stammender Oboist und Gründer der ursprünglichen „Academy of Ancient Music“, sowie von Elisabetta da Gambarini und John Blow. Natürlich darf in diesem „Blick auf das Leben der Anderen“ in Händels London auch Richard Jones, Orchestermitglied und später Konzertmeister am Theatre Royal Drury Lane in London. nicht fehlen.
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Lascia ch’io pianga (aus Rinaldo, HWV 7, 1711)
Richard Jones (+1744)
Suite in a-Moll für Cembalo
Largo – Allemanda – Sarabanda – Giga
Georg Friedrich Händel
Ombra mai fu (aus Serse, HWV 40, 1738)
Johann Ernst Galliard (1666/87 – 1747)
Rezitativ Apollo wond’ring stood – Aria: Nature alone
(aus Apollo and Daphne, 1716 Text von John Hughes)
Elisabetta da Gambarini (1730 – 1765)
Behold, and listen (Text von Edmund Waller)
(aus Op. 2 Lessons for the Harpsichord, intermix’d with Italian and English Songs, 1748)
Georg Friedrich Händel
Passacaille in g-Moll für Cembalo, HWV 432/6
Henry Carey (um 1688 – 1743)
I go to the Elysian Shade: A Mad Song (1724), Text von Henry Carey
John Blow (1649 – 1708)
Prelude in a minor (c. 1700)
Anonymus (um 1700)
A Divine Song on the Passion of our SAVIOUR
Georg Friedrich Händel
Amen HWV 272
Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2025 von Michael Eberth
Im Schatten Händels
Programm:
Johann Ernst Galliard (1666/87 – 1747)
The Hymn of Adam and Eve (1728) Text aus John Milton’s Paradise Lost
John Blow (1649 – 1708)
Prelude in a minor (c. 1700)
Giovanni Zamboni (nach 1650 – nach 1713)
Allemanda & Giga aus Sonata Sesta (für Laute)
Maurice Greene (1696 – 1755)
„Orpheus with his Lute“ (1745/46) Text aus William Shakespeare’s History of Henry VIII
Henry Carey (um 1688 – 1743)
„I go to the Elysian Shade“: A Mad Song (1724) Text von Henry Carey
Johann Ernst Galliard
Apollo and Daphne (1716) Text von John Hughes
Elisabetta de Gambarini (1730 – 1765)
„Behold, and listen“ Text von Edmund Waller
(aus Op. 2 Lessons for the Harpsichord, intermix’d with Italian and English Songs (1748)
Maurice Greene (1696 – 1755)
Psalm 119 „Blessed are those that are undefiled“ (1740)
aus Cathedral Music, or, Forty Select Anthems in Score
Zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2025 von Michael Eberth
Gesprächskonzert
15:00 Uhr ♦ Klosterkirche, Kulturforum Traunstein, Ludwigstraße 10, 83278 Traunstein ♦ Exkursion – Gesprächskonzert mit Ensemble Musica Obligata mit Stefanie Pritzlaff, Block- und Traversflöten; Felix Gussmann, Barockcello; Michael Eberth, Cembalo (nur für Seminarteilnehmer)
19:00 Uhr ♦ Klosterkirche, Kulturforum Traunstein, Ludwigstraße 10, 83278 Traunstein ♦ Kammerkonzert Werken von Giovanni Battista Fontana, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi, Louis Couperin, Arcangelo Corelli, Johann Adolph Hasse ♦ Ensemble Musica Obligata mit Stefanie Pritzlaff, Block- und Traversflöten; Felix Gussmann, Barockcello; Michael Eberth, Cembalo
Das Trio ermöglicht bei diesem Gesprächskonzert einzigartige Einblicke in die ganz eigene Klangwelt des Barock und der Frühklassik. Durch die Verwendung historischer Instrumente kommt das Ensemble dem ursprünglichen Klangbild der Werke nahe. Dabei spielt das Münchner Ensemble, das erstmals in Traunstein auftritt, Auszüge aus neun Stücken mit einem Repertoire, das auch Stücke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi umfasst, und erläutert dazu die Umstände ihrer Entstehung, die Thematik der Stücke aus kulturhistorischer Sicht und weist auf musikalische Besonderheiten hin.
Zudem gibt das Trio abends um 19.00 Uhr ebenfalls in der Klosterkirche ein Konzert, in dem dann alle Stücke im Ganzen präsentiert und genossen werden können. Dieses Abendkonzert wird zur Abrundung explizit empfohlen. Dabei ist zusätzlich der Chor Il Coro Nuovo unter der Leitung von Bernhard Steinhilber aus Traunstein mit barocken Stücken zu hören, in dem auch der Studienleiter Stefan Haberlander mitwirkt. Die Karten für dieses Abendkonzert sind über den Vorverkauf der Klosterkirche hier erhältlich:https://www.kulturforumtraunstein.de/tickets/
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