Im Schatten Händels

Samstag, 22. Februar 2025, 17 Uhr ♦ Christophoruskirche Schierstein, Paradiesgäßchen 9, 65201 Wiesbaden ♦ Im Schatten Händels ♦ Werke von Elisabetta de Gambarini, Maurice Green, Henry Carey, Johann Ernst Galliard ♦ Ensemble Lux et Umbrae: Robert Crowe, Sopran; Annette Fischer, Sopran; Sigrun Richter, Arciliuto; Michael Eberth, Cembalo

 

 

Programm:

Johann Ernst Galliard (1666/87 – 1747)
The Hymn of Adam and Eve (1728) Text aus John Milton’s Paradise Lost

John Blow (1649 – 1708)
Prelude in a minor (c. 1700)

Giovanni Zamboni (nach 1650 – nach 1713)
Allemanda & Giga aus Sonata Sesta (für Laute)

Maurice Greene (1696 – 1755)
„Orpheus with his Lute“ (1745/46) Text aus William Shakespeare’s History of Henry VIII

Henry Carey (um 1688 – 1743)
„I go to the Elysian Shade“: A Mad Song (1724) Text von Henry Carey

Johann Ernst Galliard
Apollo and Daphne (1716) Text von John Hughes

Elisabetta de Gambarini (1730 – 1765)
„Behold, and listen“ Text von Edmund Waller
(aus Op. 2 Lessons for the Harpsichord, intermix’d with Italian and English Songs (1748)

Maurice Greene (1696 – 1755)
Psalm 119 „Blessed are those that are undefiled“ (1740)
aus Cathedral Music, or, Forty Select Anthems in Score

Gesprächskonzert

Sonntag, 9. Februar 2025
15:00 Uhr
♦ Klosterkirche, Kulturforum Traunstein, Ludwigstraße 10, 83278 Traunstein ♦ Exkursion – Gesprächskonzert mit Ensemble Musica Obligata mit Stefanie Pritzlaff, Block- und Traversflöten; Felix Gussmann, Barockcello; Michael Eberth, Cembalo (nur für Seminarteilnehmer)
19:00 Uhr ♦ Klosterkirche, Kulturforum Traunstein, Ludwigstraße 10, 83278 Traunstein ♦ Kammerkonzert Werken von Giovanni Battista Fontana, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi, Louis Couperin, Arcangelo Corelli, Johann Adolph Hasse ♦ Ensemble Musica Obligata mit Stefanie Pritzlaff, Block- und Traversflöten; Felix Gussmann, Barockcello; Michael Eberth, Cembalo

Das Trio ermöglicht bei diesem Gesprächskonzert einzigartige Einblicke in die ganz eigene Klangwelt des Barock und der Frühklassik. Durch die Verwendung historischer Instrumente kommt das Ensemble dem ursprünglichen Klangbild der Werke nahe. Dabei spielt das Münchner Ensemble, das erstmals in Traunstein auftritt, Auszüge aus neun Stücken mit einem Repertoire, das auch Stücke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi umfasst, und erläutert dazu die Umstände ihrer Entstehung, die Thematik der Stücke aus kulturhistorischer Sicht und weist auf musikalische Besonderheiten hin.
Zudem gibt das Trio abends um 19.00 Uhr ebenfalls in der Klosterkirche ein Konzert, in dem dann alle Stücke im Ganzen präsentiert und genossen werden können. Dieses Abendkonzert wird zur Abrundung explizit empfohlen. Dabei ist zusätzlich der Chor Il Coro Nuovo unter der Leitung von Bernhard Steinhilber aus Traunstein mit barocken Stücken zu hören, in dem auch der Studienleiter Stefan Haberlander mitwirkt. Die Karten für dieses Abendkonzert sind über den Vorverkauf der Klosterkirche hier erhältlich:https://www.kulturforumtraunstein.de/tickets/

Arcanum

Freitag, 31. Januar 2025, 20 Uhr ♦ Freies Musikzentrum München, Ismaningerstraße 25 ♦ Arcanum ♦ Werke für Violoncello und Cembalo von Max Beckschäfer (UA), Dorothea Hofmann, Wolfram Oettl und Graf von Saint Germain ♦ Edgar Borsich, Violoncello, Michael Eberth, Cembalo  ♦ zum Kartenvorverkauf HIER

Graf Saint Germain (1696 – 1784) eine schillernde Persönlichkeit voller Geheimnisse, Alchimist, Diplomat, Geiger und Komponist.
Dorothea Hofmann (1961) nimmt Bezug zum Alchimisten, „Arcanum“ und zu alten Buchmalereien, „Drolerien“, (Cello solo).
Max Beckschäfer (1952) „Natura morta“ (Cembalo solo). Es erklingt die Aura der gemalten Stillleben und der Tastenmusik des 18. Jahrhdts.
Wolfram Oettl (1962) bewegt sich mit „Präludium und Fuge“ zwischen Barock und Rock.

Programm

Graf Saint Germain (1696 – 1784)
Sonata VII B-Dur
Adagio-Allegro-Andante-Allegro

Dorothea Hofmann (1961)
„Arcanum“ – Sonate für Violoncello und Cembalo (2019)
Materia Prima-Transmutation-Tanz der Elemente

Max Beckschäfer (1953)
„Natura morta“ (fünf Stücke für Cembalo, 2007) UA
1. Moderato – 2. Andante con moto – 3. Allegro capriccioso – 4. Molto sostenuto – 5. Allegretto (Variazioni sul una scala)

Pause

 Dorothea Hofmann (1961)
„Drolerien” (Capriccio für Violoncello solo) UA

Graf Saint Germain (1696 – 1784)
Sonata IV Es-Dur
Adagio-Allegro-Andante-Minuett I/II

Wolfram Oettl (1962)
„Präludium und Fuge“ für Violoncello und Cembalo (2019)

 

… noch Weihnachten …

Sonntag, 26. Januar 2025; 17 Uhr ♦ Stuttgart-Bad Cannstatt, Liebfrauenkirche, Wildunger Straße 55  Musik des 17. Jahrhunderts zum Ende der Weihnachtszeit von Claudia Francesca Rusca, Alessandro Grandi, Giacomo Finetti, Giovanni Gabrieli,  u.a. ♦ Robert Crowe, Sopran; Angelika Radowitz, Tenor- und Bassdulcian; Michael Eberth, Orgel

Nachdem mit Montverdis Orfeo 1607 die erste Oper geboren war, etablierte sich der durch sie modern gewordene Stil, die seconda prattica, in ganz Europa. Der Vokalpolyphonie wurde ein mit Akkorden begleiteter Gesang gegenübergestellt, der eine gute Textverständlichkeit garantierte. Oft traten als Dialogpartner weitere Vokalstimmen oder Instrumente hinzu. Ein wichtiges Zentrum, in dem berühmte Sammlungen mit Musik im modernen Stil gedruckt wurden, war Venedig.

Der Satz des Apostels Paulus Mulieres in ecclesiis taceant (1. Korinther 14,34) führte in der Übersetzung Frauen sollen in der Kirche schweigen lange Zeit zum ausschließlichen Einsatz von Männerstimmen in der Kirche. Für hohe Partien kamen daher nur Knaben, Sopranisten oder Kastraten in Frage.

Der Dulcian existierte im 16. Jahrhundert in den Stimmlagen Sopran bis Großbass vor allem als Ensembleinstrument. Im frühen 17. Jahrhundert fand der Bassdulcian als „Choristfagott“ Eingang in die Basso-Continuo Besetzung der Vokalwerke der Seconda prattica bis hin in die Weimarer Kantaten eines Johann Sebastian Bach.

Programm

Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643)
Toccata settima
(aus Primo libro di Toccate …, Roma 1615)

Giacomo Finetti (Ancona um 1600)
O Maria quae rapis corda hominum
(aus Concerti Ecclesiastici, Antwerpen 1621)

Giovanni Gabrieli (1555 – 1612)
Alleluia, quando iam emersit a. 6. voc:
(aus l’Intavolatura d’organo tedescha della Biblioteca Nazionale di Torino, 1635/1639)

Tomaso Cecchino (um 1580 – 1644)
Sonata prima
(aus Sonate per gl’Istrumenti …, Venezia 1628)

Carl van der Hoeven (1580 – 1661)
Ricercar Quarti toni
(aus l’Intavolatura d’organo tedescha della Biblioteca Nazionale di Torino, 1635/1639)

Johann Rosenmüller (1617 – 1684)
Aeterne Deus, clementissime Pater
(aus Kern-Sprüche, Leipzig 1648)

Alessandro Grandi (1586 – 1630)
Cantabo Domino
(aus Ghirlanda sacra, Venezia 1625)

Anonymus
Toccata Octavi toni
(aus l’Intavolatura d’organo tedescha della Biblioteca Nazionale di Torino, 1635/1639)

Giovanni Battista Riccio (vor 1609 – nach 1620)
Iubilent omnes
(aus Il terzo libro delle divine lodi musicali […] con le quattro antifone alla gloriosa vergine,
e molti motteti […] a una 2.3.4. stromenti
, Venezia 1620)

Claudia Francesca Rusca (1593 – 1676)
Jubilate Deo anima terra
(aus Sacri Concerti, Milano 1630)

Robert Crowe, Sopran
Angelika Radowitz
, Bass- und Tenordulcian
Michael Eberth, Orgel

Der „Badische Bach“, ein Sänger aus Hamburg und das Wohltemperirte Clavier

Mittwoch, 29. Januar 2025, 17:00 Uhr ♦ Musik im Diskurs ♦ Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstraße 12, Kaminzimmer ♦ Der „Badische Bach“, ein Sänger aus Hamburg und das Wohltemperirte Clavier – Ein Blick auf Johann Sebastian Bachs Inspirationsquellen ♦ Das „Wohltemperirte Clavier“ von Johann Sebastian Bach gehört zu den prominentesten Werken für Tasteninstrumente. Dabei denken wir an 24 Präludien und Fugen in allen Dur- und Molltonarten und an die damit verbundene, vermeintlich „moderne“ Klavierstimmung. Dieser Beitrag Bachs war dabei keineswegs der erste, sicher aber der konsequenteste. Welche Rollen spielten dabei der in Böhmen geborene und im Badischen zu Ruhm gelangte Komponist Johann Caspar Ferdinand Fischer und der Hamburger Sänger und Musiktheoretiker Johann Mattheson? Michael Eberth beleuchtet die Präludien der Sammlung, begibt sich auf die Suche nach Spuren, die Bach als Inspirationsquelle gedient haben könnten und läßt somit viele Stücke neu im schillernden Licht zwischen Improvisation und Komposition erscheinen.